Systemair stellt sich in Europa neu auf
In Deutschland verändert Systemair seine Unternehmensstruktur. Im Rahmen einer Teilabspaltung sollen die Vertriebsaktivitäten für den deutschen Markt künftig in der neu gegründeten Systemair Deutschland GmbH gebündelt werden. Die Systemair GmbH fokussiert sich dann auf Produktion, Entwicklung und Export. Damit soll die Grundlage für eine noch stärkere Ausrichtung auf die Anforderungen seiner Kunden, Partner und Märkte geschaffen werden.
„So können sich beide Gesellschaften noch stärker auf ihre jeweiligen Aufgaben konzentrieren und gleichzeitig weiterhin eng zusammenarbeiten“, betont Systemair. Ziel der neuen Struktur sei es, die Nähe zum Markt weiter auszubauen, Kunden noch gezielter zu unterstützen und auf Anforderungen künftig noch schneller reagieren zu können. Gleichzeitig schaffe die neue Aufstellung die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und eine fokussierte Weiterentwicklung beider Bereiche.
Die Unternehmen werden von Martin Babczyk und Benjamin Klasen geführt. Babczyk ist bereits seit Februar 2025 Geschäftsführer der Systemair GmbH. Klasen, der 2007 zu Systemair kam, war seit 2017 Bereichsleiter Vertrieb und seit August 2023 Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung. Nun erfolgte ein weiterer Aufstieg.
In den Niederlanden soll das Werk in Waalwijk geschlossen werden. Davon sind nach Angaben des schwedischen Unternehmens rund 70 Arbeitnehmer betroffen. Systemair plant, die Niederlande von anderen Werken in Europa aus zu beliefern. Gleichzeitig soll eine starke Präsenz in Holland erhalten bleiben. Diese beinhalte den Vertrieb, Service, Logistik, technische Unterstützung und Produktentwicklung, betont Systemair.
Die Werksschließung soll 2027 eingeleitet werden. Mit den Arbeitnehmern werde jetzt gesprochen. CEO Robert Larsson betont, die Entscheidung zur Schließung des Werkes sei nicht leicht gefallen. Aber dies sei ein großer Schritt, eine effizientere Produktionsstruktur zu schaffen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.